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Der erste KI-Anwendungsfall: klein, häufig, prüfbar

Beim ersten Vorhaben geht es weniger um den größten Nutzen als um Vertrauen in das Werkzeug.

27. September 20261 Min. Lesezeit

Wenn Unternehmen über KI sprechen, landen sie schnell bei großen Ideen: der Assistent, der Angebote selbst schreibt, die Planung, die sich selbst steuert. Solche Vorhaben sind möglich, aber sie eignen sich nicht für den Anfang. Sie berühren viele Systeme, brauchen lange und lassen sich schwer beurteilen.

Klein heißt: Die Aufgabe hat einen klaren Anfang und ein klares Ende und betrifft eine Abteilung. Häufig heißt: Sie fällt täglich an, damit sich Erfahrung in Wochen sammelt und nicht in Quartalen. Prüfbar heißt: Eine Fachkraft erkennt auf einen Blick, ob das Ergebnis stimmt.

Ein Beispiel, das alle drei Kriterien erfüllt, ist die Einordnung eingehender E-Mails im Service: Anliegen erkennen, Kundennummer zuordnen, an die richtige Stelle geben. Die Aufgabe ist begrenzt, sie fällt laufend an, und ein Fehler fällt der empfangenden Person sofort auf.

Der erste Anwendungsfall hat zwei Aufgaben. Er soll Arbeit abnehmen, und er soll dem Unternehmen zeigen, wie KI sich im eigenen Betrieb verhält: wo sie zuverlässig ist, wo sie irrt, welche Vorgaben sie braucht. Dieses Wissen ist die Grundlage für jedes größere Vorhaben.

Wenn Sie zwischen zwei Aufgaben schwanken, dann wählen Sie die, bei der ein Fehler weniger kostet. Der eindrucksvollere Fall kommt als zweiter, mit der Erfahrung aus dem ersten.

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